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Fahrtberichte

5. Dez 2016

Bericht DGP-Hochschultag, Bremen 2016

Verfasst von

Der Hochschultag der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. fand dieser Tage zum siebten Mal statt. Die Veranstaltung wird jährlich in Kooperation mit einer austragenden Hochschule organisiert und findet somit an wechselnden Orten statt. Das Format bietet Studierenden sowie Hochschullehrern und -dozenten die Möglichkeiten, ihre wissenschaftlichen Arbeiten vorzustellen und mit Gleichgesinnten und Interessierten zu diskutieren. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Posterbegehung, einen Einführungsvortrag und einen Abschlussvortrag (sogenannte Keynotes).
Dieses Jahr stand der Hochschultag unter dem Motto „Mit Expertise in die Zukunft“. Klinisch tätigen Pflegende in der direkten Patientenversorgung mit einem akademischen Abschluss auf Bachelor- oder Masterniveau, auch Advanced Nursing Practice genannt, kam im Rahmen der Veranstaltung erhöhte Aufmerksamkeit zu. Poster und Vorträge behandelten deren Einbindung in die Klinik, deren Befähigungen, deren Qualifikationswege und Ansprüche, den Erwartungen der Verantwortlichen der Patientenversorgung und die Möglichkeiten und Grenzen in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Den Eröffnungsvortrag hielt Dr. Marie Boltz, Professorin an der Pennsylvania State University. Am Beispiel von Florence Nigthingale stellte Frau Boltz die Ursprünge und Anfänge der Pflegeforschung dar. Sie zeichnete die Entwicklung der Pflegewissenschaft seither nach und zeigte dabei die verschiedenen Ausrichtungen der einzelnen Zeitperioden. Den angehenden Pflegeforscherinnen und Pflegeforschern im Auditorium gab sie mit auf den Weg, Wissens- und Forschungslücken zu identifizieren und Forschungsideen mit geeigneten Methoden zu verfolgen.
Die Studierenden Christian Buhtz, Benedikt Mersdorf und Julian Hirt waren mit ihrem studentischen Forschungsprojekt unter Betreuung von Prof. Dr. Gabriele Meyer, Leiterin des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, selbst Autoren des Hochschultags. Ihr Vortrag trug den Titel „Forschungsbeiträge aus der Pflegewissenschaft: eine bibliometrische Analyse“. Die drei präsentierten erste Ergebnisse ihrer Publikationsanalyse mit dem Ziel, die Anzahl der Publikationen mit im deutschsprachigen Raum ansässigen Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftler als Autorinnen und Autoren in pflegerelevanten Zeitschriften mit hohem Impact Factor zu identifizieren sowie personenbezogen, inhaltlich, methodisch und bibliometrisch auszuwerten. Dies gibt Aufschluss über den wissenschaftlichen Output der Pflegeforschung. Im Rahmen der inhaltlichen und methodischen Analyse lassen sich Forschungsschwerpunkte erkennen und mögliche Trends der Pflegewissenschaft aufzeigen. Das Wissen über mögliche Einflussfaktoren für die Veröffentlichung in hochrangigen Zeitschriften kann Hinweise für Erklärungsansätze wissenschaftlichen Publikationsverhaltens geben. Der Vortrag war Teil einer Session mit drei Präsentation, die von Juniorprofessorin Dr. Erika Sirsch aus Vallendar geleitet wurde (siehe Bild). Die im Anschluss an den Vortrag stattgefundene spannende Diskussion mit Studierenden und Forschenden gab den Studierenden weitere Ideen für die nun anstehende Anfertigung eines publikationsfähigen Manuskripts.

Bild DGP-Hochschultag 2016

Der vorliegende Bericht ist ein knapper Erfahrungsbericht der Teilnahme am 7. DGP-Hochschultag in Bremen. Für weitere Fragen und Auskünfte steht Ihnen die Autorenschaft jederzeit zur Verfügung: PubAna@Outlook.de.
Christian Buhtz, Benedikt Mersdorf und Julian Hirt (Studierende des Studiengangs Gesundheits- und Pflegewissenschaften (M.Sc.) an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)


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